07 May 2026, 00:31

10-Euro-Gebühr beim Gräfrather Marktfest spaltet Solinger Seniorenbeirat

Schwarzes und weißes Plakat, das eine öffentliche Versammlung mit dem Titel "Rechte des Volkes" ankündigt, die auf den Cold Bath Fields stattfindet.

10-Euro-Gebühr beim Gräfrather Marktfest spaltet Solinger Seniorenbeirat

Eine neue Eintrittsgebühr von 10 Euro für das Gräfrather Marktfest hat scharfe Kritik des Solinger Seniorenbeirats ausgelöst. Die Gruppe argumentiert, dass die Gebühr ältere Bürger unfair ausschließt – insbesondere solche, die allein leben oder von kleinen Renten abhängig sind. Für viele war das Fest jahrelang ein zentraler sozialer Treffpunkt, der die Möglichkeit bot, mit der Gemeinschaft in Kontakt zu bleiben.

Der Beirat bezeichnet die Gebühr als Hürde für Rentner, von denen viele mit knappen Einkommen kämpfen. Lediglich 2 Euro der Gebühr werden als Essensgutschein zurückerstattet, was den Rest für Menschen mit schmalem Budget unerschwinglich macht. Die Veranstalter verweisen auf steigende Sicherheitskosten als Begründung, doch Kritiker hinterfragen, ob die Besucher diese finanzielle Last tragen sollten.

Die Gebühr markiert zudem einen symbolischen Wandel für das Fest. War es einst ein offener Begegnungsort, droht es nun zu einer kostenpflichtigen Veranstaltung zu werden – und damit seinen Charakter zu verlieren. Der Beirat warnt, dass ein einziger kostenfreier Familientag für ältere Menschen, die auf regelmäßigen sozialen Austausch angewiesen sind, nicht ausreicht.

Um das Problem zu lösen, hat der Beirat fairere Alternativen vorgeschlagen, darunter gestaffelte Preise, Seniorenermäßigungen oder eine stärkere finanzielle Unterstützung durch die Stadt. Ziel ist es, wirtschaftliche Zwänge mit der sozialen Bedeutung des Festes für Solingen in Einklang zu bringen.

Die Debatte beschränkt sich nicht auf diese einzelne Veranstaltung. Sie wirft grundsätzliche Fragen zur Bezahlbarkeit von Gemeinschaftsangeboten auf – besonders vor dem Hintergrund wachsender Altersarmut in der Region.

Der Seniorenbeirat setzt sich weiterhin für Änderungen ein, die das Fest für alle zugänglich machen. Ohne Anpassungen könnte die 10-Euro-Gebühr viele ältere Bürger fernhalten und die Rolle des Festes als sozialer Mittelpunkt schwächen. Der Ausgang dieses Streits könnte richtungsweisend dafür sein, wie künftig lokale Veranstaltungen mit der Frage der Erschwinglichkeit umgehen.

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